„Das Beste aus zwei Welten“

Wiesbadener Volksbank eG und vr bank Untertaunus eG wollen Zukunft gemeinsam gestalten

Angesichts dynamischer Veränderungen im Finanzdienstleistungssektor wollen die Wiesbadener Volksbank eG und die vr bank Untertaunus eG im Zuge einer Verschmelzung die Weichen für eine gemeinsame und erfolgreiche Zukunft als starke genossenschaftliche Regionalbank stellen.

Der Zusammenschluss der Häuser soll zum 1. Januar 2021 erfolgen und die neue Bank soll unter „Wiesbadener Volksbank eG“ firmieren. Eine Bündelung der Kräfte ist – so die feste Überzeugung der Vorstände und Aufsichtsräte beider Kreditgenossenschaften – die richtige strategische Antwort auf die künftigen Herausforderungen.

Beide Banken unterhalten seit vielen Jahren vertrauensvolle, enge Kontakte auf Vorstands- und Mitarbeiterebene. Die geschäftspolitische Ausrichtung ist ähnlich, beide Häuser stehen auf einem wirtschaftlich gesunden Fundament. Neben der existierenden Doppelpräsenz in Taunusstein und einigen Überschneidungen bei Kunden im Rhein-Main-Gebiet werden ähnliche Schwerpunkte im Geschäftsansatz (z. B. gewerbliche Immobilienfinanzierung) verfolgt. Darüber hinaus pflegen die Banken eine etablierte Zusammenarbeit im Konsortialgeschäft und nicht zuletzt wickelt die Wiesbadener Volksbank seit vielen Jahren den Zahlungsverkehr für die vr bank Untertaunus ab.


Dr. Matthias Hildner

„Der angestrebte Zusammenschluss ist die logische Fortsetzung der strategischen
Unternehmens­­entwicklung beider Kreditinstitute. Es ist eine Verschmelzung vor dem Hintergrund identischer Herausforderungen zweier erfolgreicher Partner aus einer Position der Stärke.“

Dr. Matthias Hildner
Vorstandsvorsitzender der Wiesbadener Volksbank eG

„Im Mittelpunkt stehen die steigenden Kundenanforderungen an eine moderne Bank. Gemeinsam wird es uns leichter fallen, das zu bewahren, was unsere beiden Kreditinstitute bereits heute auszeichnet, es mit noch individuelleren Angeboten und Beratungsleistungen weiterzuentwickeln und technische Innovationen zügig umzusetzen.“

Ulrich Tolksdorf
Vorstandsvorsitzender der vr bank Untertaunus eG


Mehr Leistung für Sie

Von der größeren Einheit versprechen sich die Banken Vorteile für alle Seiten. Mitglieder und Kunden sollen somit künftig ein noch größeres und spezielleres Beratungs- und Betreuungsangebot nutzen können, zumal sich beide Genossenschaftsbanken als leistungsstarke und verlässliche Partner der regionalen Wirtschaft und Privatkunden verstehen. Ein wichtiges Ziel ist dabei der Erhalt der Kundennähe. Neben der wachsenden digitalen Präsenz erlauben die vorhandenen Standorte eine dezentrale Struktur und sichern die dauerhafte Versorgung mit genossenschaftlichen Finanzdienstleistungen in der Region. So werden auch in Zukunft persönlicher Service, qualifizierte Beratung und schnelle Entscheidungen vor Ort gewährleistet sein.

Attraktiver Arbeitgeber

Für die Mitarbeiter entsteht durch das größere Haus ein noch attraktiverer Arbeitgeber, der spannende berufliche Entwicklungsperspektiven bietet. Die wirtschaftliche Kraft der Bank ermöglicht langfristig sichere Arbeitsplätze und junge Menschen profitieren von einem modernen Ausbildungsbetrieb. Da Kreditinstitute durch den Gesetzgeber vor immer neue Herausforderungen gestellt werden, können diese regulatorischen Anforderungen gemeinsam besser bewältigt und durch die Vermeidung von Doppelarbeiten schließlich auch Kosten gesenkt werden. Das Geld soll lieber dort investiert werden, wo Mitglieder und Kunden profitieren: In Beratungszeit, moderne Kommunikations- und Vertriebswege sowie die Unterstützung von Vereinen und Initiativen vor Ort.

Gute Vorbereitung

Nachdem in diesen Tagen die Aufsichtsräte beider Banken in getrennten Sitzungen jeweils einstimmig „grünes Licht“ für weitere Gespräche gegeben haben, werden die Vorstände auch die nächsten Schritte partnerschaftlich und konstruktiv einleiten. Die Vertreter wurden bereits schriftlich benachrichtigt. Über ein Zusammengehen entscheiden letztlich die Vertreterversammlungen der Banken Anfang Mai 2021.

Die fusionierte Genossenschaftsbank soll juristisch rückwirkend zum 1. Januar 2021 entstehen. Bis dahin sollen im Zuge des Zusammenwachsens vor allem die Mitarbeiter beider Häuser intensiv einbezogen werden.

Mit der erfolgreichen Verschmelzung wird eine noch stärkere genossenschaftliche Bank für die Region etabliert. Das gemeinsame Institut würde aus heutiger Sicht eine Bilanzsumme von 6,3 Milliarden Euro aufweisen, 23 personenbesetzte Bankstellen betreiben, mehr als 150.000 Kunden (davon mehr als 80.000 genossenschaftliche Anteilseigner) betreuen und rund 800 Mitarbeiter beschäftigen.

Bei positiven Vertretervoten wird die Wiesbadener Volksbank eG juristisch aufnehmendes Institut, auch der juristische Sitz des neuen Hauses wird Wiesbaden sein. Das bedeutet aber nicht, dass dort der alleinige Standort aller Abteilungen sein wird. Unter Nutzung vorhandener Raumressourcen werden interne Bereiche und Einheiten darüber hinaus auch in Idstein angesiedelt sein. Vorbehaltlich der aufsichtlichen Zustimmung werden alle Vorstandsmitglieder aus beiden Banken in den Vorstand der neuen, verschmolzenen Bank einziehen. Vorstandsvorsitzender wird Herr Dr. Matthias Hildner, sein Stellvertreter wird Herr Ulrich Tolksdorf. Herr Tolksdorf wird entsprechend seiner persönlichen, langfristigen Lebensplanung zum 31. Dezember 2021 aus dem Vorstand ausscheiden.