Ostern

Was Sie schon immer mal wissen wollten

Damit Sie bei Familie, Freunden und Bekannten punkten können, haben wir einige interessante und lustige Fakten über Ostern für Sie zusammengestellt.

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In unserem Kulturkreis werden die Ostereier von Hasen gelegt und versteckt. Die Herkunft des Osterhasen geht zurück auf die Fruchtbarkeitssymbolik, gepaart mit den besonderen Umständen der Fastenzeit, nach der sich besonders viele Eier angesammelt hatten. In anderen Ländern sind dafür andere Tiere zuständig:

  • Kuckuck: In manchen Teilen der Schweiz versteckt der Kuckuck die Eier.  
  • Bilbys: Diese Beuteltiere sorgen in Australien für die Verteilung der Eier. Da Hasen und Kaninchen in Down Under als Plage gelten, wurde als Eierlieferant das einheimische kleine Tier auserkoren. Der Beutel kommt zum Tragen der Eier dabei gerade recht. Statt Schokohasen werden dort dann konsequenterweise Schokobilbys verspeist. 
  • Fuchs:Auch in Deutschland ist mancherorts nicht der Hase für das Eierlegen zuständig. So taucht daneben der Fuchs als Überbringer der Ostereier auf.  
  • Storch: Der Storch bringt in einigen Gebieten Thüringens die Eier.

Zur Herkunft des Wortes

Zur Herkunft des deutschen Wortes Ostern gibt es unterschiedliche Erklärungsansätze: Einerseits könnte die germanische Frühjahrsgöttin Ostara Patin gestanden haben. Andere Quellen stellen einen Bezug zur Himmelsrichtung Osten her, dem Ursprung der Morgenröte. Diese wiederum soll ebenfalls mit dem Osterfest in Verbindung stehen, da sie ebenfalls die Auferstehung symbolisiert.

Schokoladenhasen

Neben den Eiern sind Schokoladenhasen hierzulande immer noch das beliebteste Geschenk im Osternest. Die meisten Menschen fangen beim Knabbern dabei mit den Hasenohren an. Zwei verschiedene Hasenformen gibt es in der schokoladigen Version – sitzende und stehende. Der Stehende ist dabei stets bekleidet, wobei der Sitzende ohne Kleidung auskommen muss. 
Die ersten hohlen Schokoladenhasen wurden mit Hilfe von Honigschleudern hergestellt. Die Formen wurden dazu in das Werkzeug der Imker eingespannt. Erst später sind eigene Werkzeuge für die Schokoladenhersteller konstruiert worden. Entgegen der weitläufigen Vermutung werden Osterhasen nicht in Weihnachtsmänner umgeschmolzen oder umgekehrt. Eine solche Weiterverwendung ist vom deutschen Lebensmittelrecht verboten. 

Eierstoßen

Bei diesem Brauch, der auch Eiertitschen oder Eierdüpfen genannt wird, werden zwei gekochte Eier von zwei verschiedenen Personen aneinandergestoßen. Dies kann als Wettbewerb ausgetragen werden, wobei derjenige gewinnt, dessen Ei am längsten heil bleibt. Am Ostertisch wird dabei reihum mit allen getitscht. Die Tradition ist in ganz Europa verbreitet. Je nach Land und Region haben sich dafür die unterschiedlichsten Bezeichnungen entwickelt. In manchen Orten findet das Eierstoßen auch in der Öffentlichkeit statt und folgt ganz bestimmten Regeln.

Landestypisch

Was in Deutschland am Karfreitag und Karsamstag als Osterratschen bekannt ist, wird beispielsweise in Finnland noch viel umfangreicher zelebriert. Mit lautem Krach und Getöse ziehen die Finnen am Ostersonntag durch die Straßen, um den Winter zu vertreiben. Mancherorts ersetzt das Ratschen und Lärmen auch den Klang der Osterglocken. Diese sind – so der Glaube in Österreich oder Frankreich – vor Ostern nach Rom geflogen. Erst am Ostersonntag kehren sie zurück und verstreuen Ostereier und Süßigkeiten in den Gärten der Menschen.

Stand, 5. April 2022