Weltspartag

BVR: Sparquote steigt, aber individuelle Sparziele werden verfehlt

Das Bewusstsein fürs Sparen zu schärfen – das ist das Ziel des Weltspartages. Generell stieg die Sparquote der Deutschen während der Coronapandemie bisher. Individuelle Sparziele werden jedoch häufig verfehlt. Das ergab die aktuelle Studie des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken Raiffeisenbanken (BVR) anlässlich des Weltspartags am 29. Oktober 2021.

Anzahl der Sparer und Sparvolumen stiegen bisher während der Coronapandemie

Das Sparen in schwierigen Zeiten hat insbesondere während der Coronapandemie an Relevanz für die Deutschen gewonnen. Die Sparquote nahm von 10,8 Prozent (2019) auf 16,1 Prozent (2020) zu. Im Durchschnitt des ersten Halbjahres 2021 sparten private Haushalte sogar rund 17,9 Prozent ihres verfügbaren Einkommens. Laut einer aktuellen BVR-Umfrage zum Sparverhalten der Bundesbürger nimmt nicht nur das Sparvolumen, sondern auch die Anzahl der Sparer deutlich zu. Zuletzt lag der Anteil der Personen, die einen Geldbetrag sparen, bei 81 Prozent; 8 Prozent mehr als 2019. Auch in Zukunft könnte sich die Sparneigung der Deutschen erhöhen: Rund 15 Prozent der Befragten geben an, zukünftig höhere Beträge beiseitelegen zu wollen.

Selbstgesteckte Sparziele werden verfehlt, Riester-Rente rückläufig

Trotz der höheren Zahl der Sparer und der durchschnittlichen Sparsumme werden die selbstgesteckten Sparziele häufig verfehlt. 57 Prozent der Personen mit geringerem Einkommen (unter 1.000 Euro) legten nicht den Geldbetrag beiseite, den sie sich vorgenommen hatten. Bei Personen mit mittlerem Einkommen (zwischen 1.000 und 2.999 Euro) waren es 40 Prozent, bei Personen mit höherem Einkommen (ab 3.000 Euro) 24 Prozent. Zudem ist die Nachfrage an Produkten der staatlich geförderter Altersvorsorge wie der Riester-Rente rückläufig. "Wichtige Ansatzpunkte, um die Riester-Rente attraktiver zu gestalten, sind die Erweiterung des förderberechtigten Personenkreises, die Entbürokratisierung der Förderung und die Vereinfachung der Fördersystematik", so BVR-Vorstandsmitglied Dr. Andreas Martin.

Quelle: Bundesverband der Deutschen Volksbanken Raiffeisenbanken (BVR)

Stand, 13. Oktober 2021